Buchtipp: „Das Zebra, das seine schwarzen Streifen lieben lernte“

Das Kinderbuch „Das Zebra, das seine schwarzen Streifen lieben lernte“ von Sophie Appl, illustriert von Alexa Sabarth ist ab 6 Jahren und für Erwachsene geeignet, so die Empfehlung der Autorin. Ich kann das nur bestätigen, so habe ich das Buch, kaum lag es im Briefkasten, in einem Stück gelesen. Zugegeben, die Stärke die Seitenzahlen betreffend ist nicht so hoch. Dafür ist der Botschaftsgehalt dieser wundervoll geschriebenen Analogie aufs eigene Sozialverhalten und Metapher aufs Leben umso stärker dargestellt.

Ziel des Buches ist es auch bereits bei den Kleinen (wie großen) Zuhörer*innen und Leser*innen beizutragen:

  • zur Stärkung des Selbstwertgefühls
  • zur Stärkung der eigenen Identität
  • für Selbstakzeptanz und Selbstliebe
  • zur Prävention von Depressionen

Durch die geschichtlich angeregte Selbstreflexion werden Zuhörer*innen und Leser*innen liebevoll dazu gebracht zu mehr Selbstliebe zu finden. Das Zebra als Sympathieträger*in begleitet dabei durch die einzelnen Kapitel und regt dazu aus verschiedenen erzählerischen Blickwinkeln dazu an, darüber nachzudenken, was für psychische Gesundheit wichtig ist: Die Selbstakzeptanz/Selbstliebe.

Prädikat: Pädagogisch wertvoll

Jedem Kapitel wurde als Visualisierung des Kapitelinhalts für die Kleinen Zuhörer*innen und zur besseren Einprägsamkeit der großen Leser*innen eine ganzseitige Illustration spendiert. Die charmant und toll in Szene gesetzten Malereien unterstützen das Reflektieren der Kapitelinhalte auf besondere Weise. Die im Kopf entstehenden Verknüpfungen zu Bildern, Geschichte und Erlebtem tragen dazu bei, dass die Zielsetzung des Buches, Stärkung der Resilienz, nicht zu hoch gegriffen ist. Im Gegenteil.

Absolut empfehlenswert also.


Ein Buch zum Lesen und vorlesen.

Das kleine Zebra Emil lebt im Zoo und hat drei große Wünsche:

1. Es will sich sicher fühlen,

2. Es will bewundert werden und

3. Es will sich mit der Welt verbunden fühlen.

Leider sind nur die ersten zwei Wünsche erfüllt.Dennoch ist das kleine Zebra Emil recht glücklich, weil der Tierpfleger Charlyes immer hinter den Ohren krault. Als jedoch eines Tages die weißen Pferde ins Nachbargehege einziehen, wird Emil richtig unglücklich. Er beginnt, mit seinen schwarzen Streifen zu hadern.

Wieso haben die weißen Pferde keine schwarzen Streifen?

Weil Emil so traurig wird, bietet ihm der Mond seine Hilfe an. Er trägt Emil in einer Mondlichtblase vor die Pforten des Zoos, damit er sich der Welt nähern und endlich seinen dritten Wunsch erfüllen kann.

Der Nebelgeist im Fluss erkennt Emils Schmerz und zaubert ihm seine schwarzen Streifen weg. Nun beginnt eine abenteuerliche Reise, die vom kleinen jungen Kasimir, zum traurigen Mann mit Hut, zur Zebraherde bis nach Afrika führt. Wird Emil es lernen, seine schwarzen Streifen wieder zu lieben?


  • Taschenbuch: 32 Seiten
  • Im Handel seit: 01.10.2018
  • Verlag: Soptimiert
  • ISBN: 978-3-00-060943-5
  • UVP: 12,00 Euro

Website der Buchautorin: http://sophie-appl.de/


Wenn Dir www.Stimmungsjo-jo.de gefällt, dann unterstütze uns! Jeder Euro hilft.


Über Flo 76 Artikel
Flo ist gebürtiger Münchner und nach wie vor in der Isarmetropole "dahoam". Mit 38 Jahren wurde bei ihm die Diagnose "Bipolare Affektive Störung" gestellt. Als "manisch-depressiver" hat er in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche Episoden erlebt, konnte diese jedoch undiagnostiziert und in Unwissenheit der verschiedenen Symptome zum Störungsbild bis zum Tag der "Entdeckung" nie wirklich einer Krankheit zuordnen. Komische Verhaltensweisen konnte er sich daher nicht erklären und verdrängte diese. Der Ahnung, dass was nicht stimmen könnte, wich er im Alltag wegen dieser Unwissenheit somit stets aus. Und so blieb lange Zeit unentdeckt, was längst entdeckt hätte werden sollen. Heute ist Flo in Behandlung und er hat damit die Chance auf ein episoden- und damit symptomfreies Leben. Er ist nicht nur Betroffener, sondern auch Angehöriger. Mehrere Familienmitglieder sind von bipolarer Affektiver Störung betroffen. Die Erfahrungen und das Wissen das er nun im Umgang mit der Krankheit und im Austausch mit anderen Betroffenen erwirbt und erworben hat teilt er nun in diesem Blog. Damit das Wissen um diese Störung in unserer Gesellschaft mehr Zuspruch finden kann. Für die Entstigmatisierung von Betroffenen. Und es soll anderen helfen sich schneller zurecht zu finden. Betroffenen und Angehörigen. Denn je umfangreicher ein Wissen um Bipolare Affektive Störung jeweils ist, desto besser kann gegen Störungsepisoden angegangen bzw. diesen vorgebeugt werden. Von Betroffenen und auch von Angehörigen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*